Modi zur Gehirnbenutzung

- Wir haben die Wahl -

 

In welchem Modus nutzen wir unseren „Denkapparat", das Gehirn, um den Herausforderungen des Alltags zu begegnen?

 

Im suboptimalen Modus der Anstrengung oder im optimalem Modus der Gelassenheit?

Warum ist Anstrengung suboptimal? Es gelingen doch Dinge, wenn man sich nur richtig anstrengt!

Gelassenheit im stressigen Alltag, eine Traumvorstellung!

Warum es sich lohnt den Traum „Gelassenheit" zu verwirklichen und was die so „gelobte" Anstrengung auslöst, davon soll hier die Rede sein.

Lassen Sie uns kurz schauen was mit Anstrengung aus hirntechnischer Sicht gemeint ist und was „Anstrengung" verursachen kann.

 

Wenn wir unsere Gehirn im Modus der Anstrengung benutzen entwickelt sich der sogenannte „Tunnelblick", d. h. wir sind auf etwas Bestimmtes fokussiert und nehmen nur noch begrenzt, eben durch den Tunnel, unsere Umwelt war. Wir leiten unsere Handlungen aus den wahrgenommen Impulsen aus der Umwelt und unseren bisherigen Erfahrungen (welche unsere Innere Haltung/Einstellung prägen) ab, das bedeutet je eingeschränkter die Wahrnehmung, umso weniger Handlungsoptionen stehen zur Verfügung

Durch die Anstrengung bringen wir unser Gehirn in einen voraktivierten Zustand, z.B. die Vorstellung wie etwas bestimmtes sein soll. Auch unter Druck und Angst sowie in Krisenzeiten wird der Modus Anstrengung aktiv. Diese Zustände lösen die oben erwähnte Einschränkung der Wahrnehmungsfähigkeit aus und damit die Entwicklung von kreativen Handlungs-/Lösungsoptionen. D.h. es steht uns eine eingeschränkte Anzahl von Netzwerken im Gehirn zur Verfügung.

Damit lassen sich zwei Phänomene, welchen wir beim Suchen von Handlungs-/Lösungsoptionen begegnen, besser verstehen.

1) Wir versuchen die Probleme/Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft mit Handlungen zu begegnen, welche auf Methoden und Strategien der Vergangenheit beruhen.

2) Problemlösungsorientierung 1.Ordung: Mehr des Selben!

Was würde der Modus der Gelassenheit dann bewirken?

Innovation und Kreativität, dieser Modus ermöglicht uns unsere Wahrnehmungsfähigkeit zu erweitern und dadurch viele Regionen in unseren Netzwerken in Gehirn zu aktivieren und zu vernetzten, was wiederum zur kreativen und innovativen Lösungsfindung führt und damit zu neuen Handlungsmustern.

Wie können wir das verändern?

Wie kommen wir weg von der Anstrengung hin zur Gelassenheit?

Von der Anstrengung hin zur Gelassenheit

Man muss den Menschen die Möglichkeit geben Vertrauen zurückgewinnen zu können.

Das Vertrauen zurückgewinnen...

..in die eigenen Fähigkeiten,

meint das Gefühl zu haben das man was kann. ..an den Glauben,

meint Vertrauen zu haben das es wieder gut wird, Hoffnung/ Zuversicht haben das es geht. ..an psychosozialen Beistand,

meint das Gefühl zu haben in einer Gemeinschaft zu sein auf die man sich verlassen kann

Also Vertrauen zu entwickeln zu sich Selbst, zu Anderen und zur Welt!

Wie kann das praktisch gelingen?

Es müssen neue Erfahrungen gemacht werden können, welche mit einen gutem Gefühl gekoppelt sind, die das oben genannte erlebbar/erfahrbar machen. Alle in diesem Rahmen gemachten Erfahrungen verdichten sich zu Haltungen und inneren Einstellungen, welche wiederum handlungsleitend sind.

Was kann man konkret tun?

Man muss uns Menschen einladen, ermutigen und inspirieren neue Erfahrungen machen zu wollen, d.h. ihnen Gelegenheit geben zu zeigen, dass sie was bewegen können und das sie dazugehören.

Das fördert die Neugier, die Gestaltungslust, die Dankbarkeit und Wertschätzung der Beteiligten.

Wir müssen uns entscheiden ob wir das wollen oder so zu bleiben wie wir sind, wo tendenziell Abwertung, Entmutigung stattfinden und den Menschen die Lust geraubt wird sich begeistern zu wollen.

Um Mensche einladen zu wollen, muss man sie „Lieben" (sie Wertschätzen, Sie als wichtig Erachten), um sie zu ermutigen, muss man selbst Mut haben und um sie zu inspirieren, muss man selbst begeistert sein. Ohne das kann es nicht gelingen.

 

Quellen: Prof. Gerald Hüther (div. Bücher und Fachvorträge, s. www.gerald-huether.de)

 

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